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Autoversicherung in Österreich

Auch in Österreich besteht für Kfz die Versicherungspflicht, das bedeutet, dass ein Auto nur mit aufrechter Haftpflichtversicherung zum Straßenverkehr zugelassen werden kann. Im Prinzip gibt es insgesamt drei Arten, wie man das Auto in Österreich versichern kann bzw. muss:

Haftpflichtversicherung:

Wie schon erwähnt ist eine Haftpflichtversicherung gesetzlich vorgeschrieben. Diese soll den Schaden, den man mit dem Auto verursacht, abdecken. Verursacht man einen Unfall, so deckt die Haftpflichtversicherung den Schaden des Unfallgegners ab. In Österreich gibt es das sogenannte “Bonus/Malus-System”: Beim erstmaligen Abschluss einer Haftpflichtversicherung steigt man in Stufe neun ein. Fährt man unfallfrei, so sinkt man nach einem Jahr in Stufe acht, nach zwei Jahren in Stufe sieben usw. Damit ist eine Reduzierung der Prämie um 10 Prozent je Stufe verbunden. Verursacht man einen Schaden, so wird man – je nach Schadenshöhe – um eine oder zwei Stufen hinaufgesetzt und muss eine entsprechend höhere Prämie bezahlen. Fahranfänger haben es besonders schwer: Die Prämien sind für Autolenker unter 23 Jahren höher.

Teilkaskoversicherung:

Diese kann man als Ergänzung zur Haftpflichtversicherung abschließen, um Schäden am eigenen Auto zu versichern. Mit einer Teilkaskoversicherung sind zum Beispiel Diebstahl, Brand, Explosion, Glasschäden oder Wildunfälle abgedeckt. Die Prämien können fix sein, es gibt aber auch Varianten, bei denen, wenn man keinen Schaden hatte, die Prämien herabgesetzt werden.

Vollkaskoversicherung:

Die Vollkaskoversicherung ist der allumfassende Schutz für das Fahrzeug: In Ergänzung zur Teilkaskoversicherung sind auch selbst verursachte Schäden abgedeckt. Hat man also einen Unfall, dann bezahlt die Haftpflichtversicherung den Schaden des Gegners, während die Vollkaskoversicherung die Reparatur des eigenen Fahrzeuges ermöglicht.

Es ist möglich, das Auto bei verschiedenen Versicherungen zu versichern. Man kann also bei Institut A haftpflicht- und bei Institut B vollkaskoversichert sein. Bevor man sich für einen konkreten Versicherungsanbieter entscheidet, sollte man einen Vergleich durchführen oder einen Makler mit der Suche nach der optimalen Versicherungslösung beauftragen. Bei Neukauf eines Wagens gibt es oft gute Angebote von Versicherungen, die direkt mit dem Fachhändler zusammenarbeiten. Da eine Versicherung langfristig läuft, sollte man ausreichend Zeit in die Auswahl des richtigen Versicherers investieren.

Zusätzliche Versicherungen für Autofahrer:

Zusätzlich zu den oben dargestellten Möglichkeiten kann man auch noch eine Rechtsschutzversicherung abschließen, um bei juristischen Problemen anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen zu können. Auch eine Insassenunfallversicherung kann sich bewähren, wenn man regelmäßig mit mehreren Personen unterwegs ist.